Lightprodukte: Was hinter „fettfrei“ und „kalorienreduziert“ steckt

Während Lightprodukte in den Achtzigern einen wahren Hype erlebten, geraten sie heute zunehmend in Verruf. Hersteller stehen im Verdacht, ihre Produkte mit leeren Versprechen zu bewerben. Doch es gibt klare Regelungen und Erkenntnisse. 

Mit weißen Pastillen gefüllte Holz-Schaufel liegt auf einem Holztisch

Was macht ein Lebensmittel zum Lightprodukt?

Damit ein Produkt mit dem Zusatz kalorienreduziert gekennzeichnet werden darf, muss es 30 Prozent weniger Energie enthalten als die herkömmliche Variante. Light bedeutet in diesem Zusammenhang reduziert. Als fettfrei darf ein Produkt nur dann beworben werden, wenn es weniger als 0,5 Gramm Fett pro 100 Gramm oder Milliliter enthält. 

Besonders bei Joghurt, Quark und Milch haben sich die fettreduzierten Varianten im Supermarkt-Regal etabliert. Dass ein Produkt weniger Fett enthält, bedeutet jedoch nicht automatisch, dass es einen geringeren Gesamtenergiegehalt hat: Manchmal ist der Kaloriengehalt von Lightprodukten und den herkömmlichen Varianten sogar in etwa gleich hoch.

Diätprodukte, Stevia und andere Süßstoffe

Unübersichtlich gestaltet sich die Lage auch im Bereich der Zuckerersatzstoffe. Relativ neu auf dem Markt ist Stevia. Das Extrakt aus dem Steviakraut macht Erfrischungsgetränke und Schokolade süß, bei reduziertem Kaloriengehalt. Allerdings enthalten solche Produkte immer Zucker, denn die Höchstmenge an Stevia ist gesetzlich begrenzt. Das liegt unter anderem daran, dass noch nicht ausreichend belegt ist, ob Steviakraut vollkommen unbedenklich für die Gesundheit ist

Nicht wissenschaftlich fundiert ist die These, dass Diätprodukte mit Süßstoffen generell dick machen. Im Rahmen von Diäten sind sie laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung sinnvolles Hilfsmittel zur Gewichtsreduktion – aber kein Allheilmittel. Tipp: Unsere Ernährung sollte immer vollwertig und ausgewogen sein.