Essenzielle Aminosäuren: Bausteine des Lebens

Aminosäuren sind die Bausteine, aus denen sich Proteine zusammensetzen. Es gibt 21 proteinogene, also proteinbildende Aminosäuren. Acht davon sind lebensnotwendig, man nennt sie essenzielle Aminosäuren. Essenzielle Aminosäuren sind maßgeblich am Stoffwechsel beteiligt, bilden unter anderem Hormone, bauen Zellen auf und schützen sie.

Holzschüssel mit Fetakäse-Blöcken, daneben ein Glas Milch und ein Glas mit Naturjoghurt.

Über die Ernährung essenzielle Aminosäuren aufnehmen

Die acht essenziellen Aminosäuren heißen: Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin. Die verzweigtkettigen Aminosäuren Isoleucin, Leucin und Valin werden auch unter der Bezeichnung BCAA zusammengefasst. Sie unterstützen den Muskelaufbau und reparieren verletzte Muskelfasern – davon profitieren insbesondere Sportler und körperlich sehr aktive Menschen.

Essenzielle Aminosäuren kann der menschliche Körper jedoch nicht selbst aufbauen, er muss sie daher über die Nahrung aufnehmen. Deshalb ist eine ausgewogene Ernährung auch so wichtig – sie besteht aus drei Hauptnährstoffen: ungesättigten Fetten, guten Kohlenhydraten und eben hochwertigen Proteinen.

In welchen Lebensmitteln stecken essenzielle Aminosäuren?

Essenzielle Aminosäuren finden sich sowohl in tierischen und als auch in pflanzlichen Lebensmitteln. Daher ist es auch als Vegetarier möglich, seinen Eiweißbedarf mit allen essenziellen Aminosäuren zu decken. Paradebeispiel ist das Hühnerei: Es enthält alle essenziellen und nicht essenziellen Aminosäuren.

Nicht nur essenzielle Aminosäuren sind wichtig

Neben den essenziellen Aminosäuren gibt es zwei weitere Gruppen von Aminosäuren: die semi-essenziellen und die nicht essenziellen. Diese Aminosäuren sind nicht weniger wichtig, sie werden teilweise oder vollständig aus anderen Aminosäuren gebildet. Wie hoch der individuelle Aminosäurebedarf eines Menschen ist, hängt von unterschiedlichen Faktoren wie Alter und Gewicht ab.