Warum Sie ab sofort Nüsse einweichen sollten

Sie greifen regelmäßig in die Tüte mit Studentenfutter? Und Nüsse gehören bei Ihnen zu jedem Salat ebenso wie in den Kuchenteig? Dann sollten Sie Nüsse ab sofort einweichen, bevor Sie sie verzehren. Was dahinter steckt, erfahren Sie hier.

Verstreute Mandeln auf einem Tisch, in der Mitte eine Schüssel mit eingeweichten Mandeln sowie ein Glas mit Milch, darauf einige Zimtstangen.

Phytinsäure verhindert Auskeimen an der Luft

Nüsse sind eigentlich die Samen der Nusspflanzen. Gelangen sie in feuchte Erde, fangen sie an zu keimen, es entstehen neue Haselsträucher, Walnuss- oder Mandelbäume. An der Luft verhindern dagegen bestimmte Stoffe das Auskeimen. Einer diese Stoffe ist die Phytinsäure. 

Phytinsäure ist nicht grundsätzlich schlecht. Wissenschaftler gehen sogar davon aus, dass sie den Blutzuckerspiegel regulieren kann und das Wachstum von Krebszellen hemmt. Wer jedoch gern und häufig Nüsse isst, bei dem kann die Phytinsäure negative Auswirkungen haben: Im Darm hemmt sie die Verdauung und der Körper kann Mineralstoffe wie zum Beispiel Magnesium, Kalzium und Eisen nicht mehr aufnehmen.

Nüsse aktivieren baut Phytinsäure ab

Deshalb lohnt es sich, größere Mengen Nüsse durch Einweichen bekömmlicher zu machen. Beim Einweichen der Nüsse setzt der natürliche Keimprozess ein und die schädliche Phytinsäure wird abgebaut, buchstäblich herausgewaschen. Gleichzeitig werden gesunde Nährstoffe freigesetzt, weshalb man auch davon spricht, die Nüsse zu aktivieren. 

Jede Nuss muss dafür unterschiedlich lang in einem Schälchen mit Wasser verweilen – je nach Sorte zwischen zwei und zwölf Stunden. Im Anschluss werden die Nüsse abgespült und entweder direkt weiterverarbeitet oder gründlich getrocknet, damit sie im Schraubglas oder der Vorratsdose nicht anfangen zu schimmeln. Das Trocknen gelingt im Backofen genauso gut wie in einem Dörrautomaten.