Fitnesskleidung für Frauen: Stoff für Höchstleistungen

Hätte es in den Achtzigern schon Instagram gegeben, wäre US-Schauspielerin Jane Fonda eine der Top-Influencerinnen gewesen. Mit ihren Aerobic-Videos setzte sie vor mehr als 30 Jahren nicht nur sportliche, sondern auch modische Trends in Sachen Fitnesskleidung für Frauen. Doch die Zeiten von Body, glänzenden Leggings, Stulpen und Stirnband sind längst vorbei. Wer heute auf dem Laufband und bei der Joggingrunde im Freien eine gute Figur machen möchte, setzt auf knallige Farben, angesagte Schnitte, gute Sportunterwäsche – und intelligente Materialien.

Schlanke, junge Frau in bauchfreier Sportkleidung steht seitlich vor einer Steinmauer und hält die Arme angewinkelt

Bei Fitnesskleidung sind poppige Farben erlaubt

Pink, Türkis, Gelb: Was im Alltag zu knallig ist, sieht beim Sport richtig gut aus. Kombiniert mit einer gesetzteren Farbe strahlt bunte Fitnesskleidung besonders intensiv. Mit auffälligen Prints ziehen Sportlerinnen die Aufmerksamkeit auf sich. Besonders stylisch ist es, wenn sich Farben im Outfit wiederholen.

Fitnesskleidung: Diese Schnitte sind Trend

Bei den Kleidungsstücken kommt es ebenfalls auf die richtige Kombination an – und die Schnitte: Lange Hosen sollten eng sein, vor allem aus Funktionalitätsgründen: Liegen sie an wie eine zweite Haut, stören sie die Bewegungsabläufe beim Sport nicht. Angesagt sind zudem kurze Shorts im Retrostil. Um ein Auskühlen der Gesäß- und Leistenmuskulatur zu vermeiden, sollten die kurzen Pants zwei Lagen aufweisen: eine etwas weitere und darunter eine eng anliegende Hose. 

Sport-Tops der aktuellen Kollektionen sind weit und kurz geschnitten. Eine Kapuze sieht besonders lässig aus. Nach wie vor angesagt sind Oberteile mit Mesh, also transparenten Einsätzen.

Materialien sollen angenehm zu tragen und atmungsaktiv sein

Nicht nur das Aussehen der Fitnesskleidung ist Frauen heute wichtig, sondern auch die Materialien. Merinofasern kombiniert mit Funktionsfasern sind besonders angenehm zu tragen. Damit es nirgendwo kratzt oder drückt, ist nahtlose Fitnesskleidung die beste Wahl. In Hosen eingearbeitete Kompressionszonen verhindern eine zu schnelle Ermüdung der Oberschenkel- und Wadenmuskeln. Socken, die durch eine spezielle Taping-Struktur stabilisierend wirken, beugen Fußkrämpfen vor. 
Besonders im Sommer bei warmen Temperaturen und beim Training im Fitnessstudio sollten Sportlerinnen auf atmungsaktive Stoffe setzen. Reine Baumwolle und Polyester kleben zu sehr an der Haut und lassen kaum Luftzirkulation zu. Ein gutes Funktionsshirt kombiniert mehrere Fasern wie Wolle, Polyester und Polypropylen, lässt Wasserdampf nach außen durch, kann eine gewisse Menge Schweiß aufnehmen und trocknet schnell wieder. 

Wer im Herbst und Winter im Freien Sport treibt, setzt auf Textilien wie Gore-Tex, die feuchtigkeitsabweisend sind, gleichzeitig Luftzirkulation zulassen und Wärme isolieren. Sie verhindern, dass die Muskulatur zu stark auskühlt, und beugen so Verletzungen wie Zerrungen vor. Eine gute Wahl sind außerdem moderne Textilien, in denen sich kleine Luftpolster bilden können. Optimal sind intelligente Materialien, welche die Körperwärme bewahren. Reflektierende Fitnesskleidung sorgt für bessere Sichtbarkeit beim Joggen. 

Sportunterwäsche: Bester Halt ist wichtig

Ganz gleich, welche Sportart: Ein stützender Fitness-BH ist für jede Sportlerin Pflicht. Er bietet der Brust den nötigen Halt und schützt vor Verspannungen im Rücken. Optimal sind ergonomische Träger, die sich je nach Körper- und Brustform individuell einstellen lassen. Ein Unterbrustband wirkt besonders stützend. Sportunterwäsche sollte möglichst nahtlos sein, sonst zeichnet sich am Gesäß ab und kann zudem scheuern.