Große oder kleine Mahlzeiten: Wie essen wir richtig?

Drei Mal? Oder fünf Mal? Oder sogar sieben Mal? Wenn es um die optimale Anzahl der täglichen Mahlzeiten geht, prallen Weltanschauungen aufeinander. Die einen sagen: Je öfter wir essen, desto mehr Kalorien nehmen wir zu uns – und umso eher legen wir dann an Gewicht zu. Die anderen sagen: Viele kleine Snacks helfen sogar beim Abnehmen, weil der Körper beim Verdauungsvorgang mehr Energie verbraucht als bei wenigen, großen Mahlzeiten. Ja, was denn nun? Große oder kleine Mahlzeiten? Wir klären auf!

Blonde Frau steht in einem hellen Raum und schaut nachdenklich zur Seite

Große oder kleine Mahlzeiten? Die Kalorienmenge ist entscheidend

Unstrittig ist: Unser Körper benötigt eine tägliche Energiezufuhr. Und zwar theoretisch nur so viel, wie er auch verbraucht, um die Körperfunktionen aufrecht zu erhalten. Ausnahme: Man möchte abnehmen. Dann darf die Kalorienbilanz auch negativ ausfallen. Wie viel Energie der Körper in Form von Kalorien braucht und verbraucht, ist individuell verschieden. Einflussfaktoren sind beispielsweise das Geschlecht, die Größe, das Alter und körperliche Aktivitäten wie Arbeit und Sport. Ein Bauarbeiter benötigt mehr Energie als ein Bürohengst, logisch. Als Faustregel gilt ein Wert zwischen 2.000 und 3.000 Kalorien pro Tag. 

Nun könnte man ja argumentieren, eine einzige Mahlzeit würde reichen, um sich den vollständigen Kalorienbedarf zuzuführen. Das funktioniert natürlich nicht, weil der Körper nicht die Gesamtmenge an Kalorien auf einmal verbraucht. Außerdem belastet eine riesige Mahlzeit den Organismus ungemein. Die drei typischen Mahlzeiten – Frühstück, Mittagessen, Abendbrot – sollten es mindestens sein. Im Idealfall sind sie stets ausgewogen, enthalten hochwertige Kohlenhydrate beispielsweise aus Kartoffeln, gesunde Omega-3 Fette und unterschiedliche Proteine. Auf diese Weise wird der Körper regelmäßig mit Energie versorgt.

Wie oft wir am Tag essen, ist zweitrangig

Ob drei, fünf oder sieben Mahlzeiten: Auf die Größe der Portionen kommt es an. Wer die Anzahl seiner Mahlzeiten ändern will, muss auch die Mengen anpassen. Wer dreimal täglich isst, hat sich an größere Portionen gewöhnt als der Fünfmal-Esser und muss die benötigte Kalorienmenge entsprechend neu aufteilen. 

Entscheidend ist, was ich esse – und nicht, wie oft ich esse. Gesund und ausgewogen sollte die Ernährung sein, dann stellt sich ein Hungergefühl auch wirklich nur dann ein, wenn der Körper Energie benötigt. Viel frisches Obst und Gemüse, fettarme Molkereiprodukte wie Magerquark oder Ehrmann Qjo sowie Vollkornprodukte sollten regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Süße und fette Speisen haben dagegen nur in Maßen ihre Berechtigung. Bei diesem Punkt sind sich dann auch wieder alle einig.