Stoffwechseltypen: Wie sie Optik und Muskelaufbau bestimmen

Eine ausgewogene Ernährung besteht aus Kohlenhydraten, Proteinen und Fettsäuren. Wie das optimale Verhältnis aussieht, wird zu einem Großteil durch den eigenen Stoffwechsel bestimmt. Denn je nach Stoffwechseltyp müssen wir anders essen, um möglichst gesund zu leben, Fett ab- und Muskeln aufbauen zu können. Was die einzelnen Stoffwechseltypen auszeichnet, erfahren Sie hier. 

Komplexe Vorgänge im Körper lassen aus Fetten, Proteinen und Kohlenhydraten Energie entstehen. Wie effizient diese Prozesse ablaufen und welche Nährstoffe sie besonders befeuern, hängt von der Beschaffenheit des Stoffwechsels ab. So wie unsere Optik unterscheidet sich auch das Gerüst, aus dem wir bestehen: Knochen und Muskelgewebe bringen jeweils individuelle Voraussetzungen mit. Klar, dass die Neigung, Fett zu verbrennen oder zu speichern ebenfalls differenziert ausfällt. 

Die markantesten Merkmale eines Stoffwechsels sowie der zugehörige Körpertyp lassen sich in drei Kategorien einteilen. Daraus ergeben sich drei Stoffwechseltypen: mesomorph, ektomorph und endomorph.

Fünf Frauen in Unterwäsche repräsentieren Stoffwechseltypen

1. Mesomorph: Athlet im Gleichgewicht

Den mesomorphen Stoffwechseltypus erkennt man an seiner kräftigen Figur. Sein Körperbau wirkt stets athletisch, auch wenn er nicht täglich trainiert. Frauen wie Männern dieses Stoffwechseltyps fällt es leicht, Muskelmasse aufzubauen. Eine definierte Muskulatur und ein markantes Gesicht kennzeichnen das Erscheinungsbild. Bei Männern gleicht der Oberkörper dem Buchstaben V, Frauen haben eine weibliche Figur. 

Mesomorphe Stoffwechseltypen entsprechen am ehesten dem herkömmlichen Schönheitsideal. Als wären sie damit nicht schon gesegnet genug, müssen sie sich auch über ihre Ernährung kaum Gedanken machen. Sie können Kohlenhydrate, Proteine und Fettsäure optimal verstoffwechseln. Ihr Körperfettanteil ist niedrig, daher tritt die Muskulatur deutlich hervor. Wenn der mesomorphe Typ sich ausgewogen ernährt, leidet er selten unter Heißhunger. Es sei denn, er isst viele ballaststoffarme und zuckerhaltige Lebensmittel mit schlechtem Fett. Achtet er darauf, dass er seine Ernährung zu etwa 30 Prozent aus Eiweiß, zu 20 Prozent aus Fett und zu 50 Prozent aus Kohlenhydrate besteht, hält er sein Gewicht mit Leichtigkeit. Sein Körper verlangt nur dann nach Nahrung, wenn er sie wirklich braucht.

2. Ektomorph: Hier ist Biss gefragt

Wer einen ektomorphen Stoffwechseltypen hat, muss ordentlich kämpfen, um so auszusehen wie der mesomorphe Typ. Männliche Angehörige dieses Typus sind hager und haben Probleme, Muskelmasse aufzubauen. Ektomorphe Frauen wirken zierlich bis schlaksig. 

Der ektomorphe Stoffwechsel arbeitet schnell und muss eine große Menge an Kohlenhydraten zu sich zu nehmen. Ektomorphe Stoffwechseltypen können nicht nur viel essen, sie sollten es auch. Wenn sie komplette Mahlzeiten auslassen, fährt ihr Stoffwechsel herunter. Der Körper neigt dann dazu, kaum Muskeln, dafür aber Fettpolster aufzubauen. Damit der Turbostoffwechsel dem ektomorphen Stoffwechseltypen nicht die Energie raubt, sollte er bei der Ernährung ein Verhältnis von 20 Prozent Eiweiß, 20 Prozent Fett und 60 Prozent Kohlehydrate anstreben. Große fettige Fleischportionen nehmen ihm Kraft. Power bekommt er durch Reis, Nudeln, Vollkorn sowie eine Kombination von pflanzlichen Eiweiß  und proteinreichen Molkereiprodukten wie Ehrmann Qjo.

3. Endomorph: Durchhalten für den definierten Körper

Zugegeben: Dieser Typus hat es nicht leicht, weder in der Ernährung noch im Sport. Endomorphe Körper wirken leicht dicklich, Frauen wie Männer neigen zu Fettpölsterchen. Eine geringe Körpergröße tut ihr Übriges. Endomorphe Stoffwechseltypen werden häufig von Heißhungerattacken heimgesucht. Deftige Speisen mit vielen Kohlenhydraten und Fetten schmecken ihnen besonders gut, obwohl sie Gift für den Stoffwechsel sind. Dieser arbeitet nämlich auf Sparflamme. Bekommt er viel Zucker, weißes Mehl und ungesunde Fette, gibt er quasi den Geist auf: Wenig Energie, dafür viele Fetteinlagerungen sind die Folge. 

Um den Heißhunger in Schach zu halten, sollten endomorphe Stoffwechseltypen nur 40 Prozent Kohlenhydrate, dafür aber jeweils 30 Prozent Fett und Eiweiß zu sich nehmen. Optimal ist eine Ernährung, die sämtliche Eiweißquellen ausschöpft: Fleisch, Eier, Quark und Hülsenfrüchte gehören regelmäßig auf den Speiseplan. Beherzigt der endomorphe Typus diese Regel, gelingt es ihm sogar relativ leicht, Muskeln aufzubauen.

Stoffwechseltypen bestimmen – aber wie?

Wer sich anhand dieser Beschreibungen nicht wiedererkennt, gehört wahrscheinlich einer Mischform an. Tatsächlich sind die Übergänge zwischen den einzelnen Stoffwechseltypen fließend. Es lohnt sich für jeden, seine Ernährung und die entsprechende Reaktion des Körpers für ein paar Wochen unter die Lupe zu nehmen. Wer seinen Stoffwechsel gut kennt, kann auch Training und Ernährung individueller anpassen. Das zahlt sich aus – durch einen fitten Körper und ein besseres Lebensgefühl.